Phthalate

Phthalate (Phthalsäureester) werden als Weichmacher in Kunststoffen und Kunststoffprodukten zugesetzt. Neben den Phosphorsäureestern machen die Phthalate heute den mengenmäßig größten Anteil an Weichmachern aus. Der am häufigsten in Kunststoffen verwendete Weichmacher ist DEHP (Di-2-ethylhexyl-phthalat), v. a. in PVC-Produkten. Zum Gesamtgewicht eines PVC-Produktes trägt DEHP bis zu 40% bei. DEHP hat sich im Tierversuch als krebserzeugend erwiesen und kann überdies haut- und leberschädigend wirken. Weitere wichtige Phthalate sind:
  •  DBP (Di-n-butylphthalat), möglicherweise krebserzeugend
  •  DOP (Dioctylphthalat)
  •  DINP (Diisononyl-) und DIDP (Diisodecyl-Phthalat)
In Innenräumen gasen die Phthalate aus den Kunststoffen aus und lagern sich im Hausstaub an. Zur Beurteilung von Phthalaten in der Raumluft existieren derzeit wenig Daten. Fest steht aber, daß die inhaltive Aufnahme, toxikologisch höheres Wirkpotential besitzt, als die Aufnahme über die Nahrung, welche den Hauptaufnahmepfad in den Körper darstellt. Seit kurzem sind Phthalate in Kinderspielzeug verboten.












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